■Königstein Bei der dreitägigen Feier ließen sich die Besucher nicht nur berieseln. Sie machten selbst mit und taten so viel Gutes. Von Alexander Müller MUELLER.ALEXANDER0JOD-V.DE Mächtig geschwitzt haben die- ses Wochenende viele Besu- cher des Königsteiner Stadtfestes. Das lag aber nicht am Wetter. Schweißtreibend war die Arbeit auf einem der Laufbänder am Stand der Königsteiner Volleyballgemein- schaft, die am Sonnabend von 8 bis 19 Uhr permanent besetzt bzw. - besser - beschritten waren. „Wir laufen parallel zu der 630-Kilometer-Staffel unserer Sportler", erklärt Tino Hortsch. Am frühen Morgen waren vergange- nen Donnerstag 17 Läufer der Kö- nigsteiner Volleyballgemeinschaft in der Partnerstadt Königstein im Taunus gestartet. Über das König- stein in der Oberpfalz und das tschechische Trmice schafften sie es bis zum späten Sonnabendabend ins heimische Königstein. Doch die Laufbandaktion auf dem Stadtfest gab es nicht nur. um den Menschen die Wartezeit zu verkürzen. Gerannt wurde für ei- nen guten Zweck. Für jeden gelau- fenen Kilometer gab es für die Grund- und Mittelschule König- stein eine finanzielle Unterstüt- zung. Am Ende waren es 1200 Euro. Die Königsteiner Schüler konnten dabei gleich doppelt profi- tieren. Zum einen ist das Geld na- türlich wichtiges Kapital für ihre Bildung, zum anderen konnten sie mit der Aktion auch ihren Noten- schnitt verbessern. „Alle Mittel- schüler. die dreimal für fünf Minu- ten auf dem Band laufen, bekom- men eine Eins", berichtet Tino Hortsch, der gleichzeitig Sportleh- rer an der Einrichtung ist. Natürlich wurde auf der Jubilä- umsfeier mehr als Sportliches ge- boten. Das Programm zu den drei Festtagen konnte sich sehen lassen. Die Kleinsten hatten ihren Spaß et- wa mit Basteln und Karussellfah- ren. „Wir finden dabei vor allem den Blick von der Festwiese genial", sagt Holger Behrmann aus Rostock, der mit seiner Familie in der Sächsi- schen Schweiz Urlaub macht. „Sie gibt Sicht auf die Festung und liegt direkt an der Elbe." Auf der schipperten immer wie der genüsslich die Schiffe der Dresdner Raddampferflotte ent- lang. Wer wollte, konnte sich auf dem Stadtfest einen der Dampfer holen - zumindest als Modell. Die Königsteiner Modell-Raddampfer- Manufaktur hatte ebenfalls einen Stand und konnte von einer klei- nen Erfolgsgeschichte berichten. „Erst war es eine Idee, doch seit An-' fang des Jahres produzieren wir", erzählt Tobias Kummer. Vier Jahre Entwicklung waren dem vorange- gangen. Einen weiteren der vielen Höhe- punkte des Stadtfestes gab es dann gestern zu seinem Abschluss mit dem großen Festumzug durch Kö- nigstein. Der endete wieder auf der Festwiese, wo die Menschen trotz der zum Teil nasskalten Außenbe- dingungen auf die nächsten min- destens 630 Königsteiner Jahre an- stoßen konnten. Geschafft, aber glücklich waren die Staffelläufer, die am Sonnabend gegen 20.30 Uhr in Königstein eintrafen. Nach dem Startschuss am Donnerstag in der Partnerstadt Königstein/Taunus ging die Staffel über die Partner- städte in der Oberpfalz und in Tschechien insgesamt 630 Kilometer weit bis in die sächsische Festungsstadt. Als Erinnerung an den Lauf bekamen alle vier Städte einen Sandsteinpokal. Foto: Marko Förster








